viisa-Weiterbildung

  • Aktuell

    viisa-Kurse


    P R O G R A M M · 2019
    WEITERBILDUNG: viisa/SG-Seminare-Kurse-Tagungen in Systemischer Therapie


    Beraterkurs 2020-2022 Darmstadt · flyer · Anmeldung

    Meisterkurs 2020-2021 Darmstadt · Anmeldung

    Beraterkurs 2019 Solingen · Anmeldung



    FORUM Marburg, 5.-7. September 2019

    Therapeutische Zusammenarbeit - Praxis und Philosophie
    mit Harlene Anderson, Anders Lindseth, Thomas Keller, Ruthard Stachowske u.a. vorläufiges Programm


    Anmeldung



    AUSBILDUNG: Approbation - Systemische Therapie

    Fortbildungspunkte können über ausgewählte viisa-Seminare erworben werden.

    Approbationsbezogene Aus- und Weiterbildungen werden seit 2018 angeboten.
      • Formulare
        Auf dieser Seite finden Sie Formulare, die Sie im Laufe der Ihrer Weiterbildung benötigen. Diese Formulare können Sie als pdf laden, drucken und uns zusenden.
        Darüber hinaus finden Sie hier unsere aktuelle Preisliste:

        Allgemein
        Antragsformulare
      • Systemisch

        Systemische Gesellschaft (SG)


        Der viisa gehört zu den Mitinitiatoren, die 1993 die SG gegründet haben (Systemische Gesellschaft – Deutscher Verband für Systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e.V., gegr. 1993 (Anschrift: Brandenburgische Straße 22, 10707 Berlin)). In diesem Verband sind derzeit (2018) 48 Systemische Institute organisiert (deutschsprachiger Raum). Darüber hinaus gibt eine zweite Sektion der SG, in der Einzelmitglieder organisiert sind. Die SG hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass Systemische Verfahren gesellschaftlich anerkannt werden und die Systemische Therapie offiziell als psychotherapeutisches Verfahren wissenschaftlich anerkannt und als Kassenverfahren zugelassen wird.

        Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die institutsübergreifende Standardisierung der Rahmenbedingungen für Weiterbildung. Sie können auf der Internetseite der SG abgerufen werden. viisa stellt eigene Weiterbildungszertifikate aus, die von der SG anerkannt werden. Die Beantragung der SG-Zertifikate erfolgt über viisa (Marburger Institut (bzw. die anderen anerkannte SG-Institute)).
      • Anerkennung

        Anerkennung


        Das viisa-Weiterbildungsangebot ist für KollegInnen geeignet, die in Beratung und Therapie engagiert sind - in psychosozialen und organisationsberaterischen Bereichen (Psychologen, Ärzte, Sozialarbeiter, Pädagogen, Sozialpädagogen... Wirtschaftsfachleute, Berater, Mediatoren...).

        Das viisa-Weiterbildungsprogramm vertieft/erweitert bereits vorhandenen berufliche Qualifikationen der TeilnehmerInnen. Es vermittelt einen höheren Arbeitsmarktwert, erhöht die Arbeitszufriedenheit und steigert den Nutzen der täglichen Arbeit. Die viisa-Weiterbildung ist insbesondere anerkannt bei:
        Teilnahmevoraussetzungen für die einzelnen Kurse finden Sie bei den Kursbeschreibungen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen zu Ihrer Eignung haben, können Sie sich mit uns in Verbindung setzen - wir beraten Sie gerne.
    • Foren

      Internationale Foren


      Jährlich bietet das Marburger Institut ein Internationales Forum für «Systemische Therapie, ihre Randgebiete und Neuentwicklungen» an. Diese Foren ergänzen die Seminarreihen der Aus- und Weiterbildungskurse. Sie haben weiterhin folgende Merkmale.

      Das Forum findet jeweils Anfang September statt.

      Die Inhalte dieser Foren sind sehr unterschiedlich. Sie decken Themen ab, die die Inhalte unseres normalen Kurssystems vertiefen, thematisch darüber hinaus gehen und Neuentwicklungen aufzeigen.

      Als Referenten dieser Foren werden Gastlehrtherapeuten eingeladen; sie werden von den Lehrtherapeuten unseres Instituts unterstützt.

      Sie können von unseren Aus-, Weiter- und Fortbildungsteilnehmer*innen besucht werden. Sie sind Bestandteile der verschiedenen Kurse.

      Die aktuellen Inhalte der Foren entnehmen Sie bitte der Seite aktuell innerhalb der Angebote der Approbations- und viisa-weiterbildungen
    • Dialog

      Dialogische Beratungs-und Therapieformen - Sinnbild


      Wenn Sie ein Musikinstrument spielen lernen möchten, lernen Sie zunächst einige grundlegende Techniken. Dieses Lernen gelingt am besten in einer wohlwollenden, kreativitätsfördernden Atmosphäre, die von erfahrenen Musikern gestaltet wird. Sie können durch übendes Nachvollziehen der Kompositionen anderer MeisterInnen der Musik fest umschriebene Melodien und umfangreiche Kompositionen erlernen. Wenn Sie weiter fortschreiten wollen, können Sie selbst die Kompositionskunst er-lernen und Ihre Stücke niederschreiben. Schließlich mögen Sie Gefallen finden an der Kunst der gebundenen oder freien Improvisation – zusammen mit anderen.

      Dieses Sinnbild hat seine Grenzen:
      Die KlientInnen und TherapeutInnen in der Systemischen Therapie könnten als MusikerInnen eines Orchesters betrachtet werden, wobei beide voneinander lernen. Dieses wechselseitige Lernen wird optimiert dadurch, dass nicht nur die TherapeutInnen den KlientInnen zuhören und -sehen und die Geschichte der KlientInnen kommentieren, sondern dass die KlientInnen auch bei der Beratung der TherapeutInnen anwesend sind und diese wiederum kommentieren können.
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          Dialogische Zusammenarbeit 1


          Die therapeutische Zusammenarbeit wird für die KlientInnen dadurch transparent und offen, dass sie bei den therapeutischen Beratungen zuhören und diese kommentieren können. Dadurch wird eine verbesserte Abstimmung zwischen KlientInnen und TherapeutInnen möglich.

          Die therapeutische Einheit setzt sich nicht mehr nur aus der Familie als Verwandtschaftssystem und dem/den Therapeuten zusammen, sondern sie kann auch aus anderen Klientensystemen und psychosozialen Kollegen, die über die Auflösung des Problems verhandeln, bestehen. Das therapeutische System verhandelt dabei über Probleme und deren Auflösung bzw. es werden die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Klientensystem und den betroffenen psychosozialen Einrichtungen wie Schulen, Beratungsstellen oder Psychiatrie entwickelt, die zur Auflösung der anliegenden Probleme führen.

          Die Geschichte der KlientInnen - meist deren Problemgeschichte - wird ernst genommen, so wie sie sie erzählen. Gemeinsam und in Zusammenarbeit zwischen KlientInnen und TherapeutInnen wird versucht, diese Geschichte zu verstehen und sie gemeinsam neu zu deuten. Die neuen Bedeutungen werden nicht therapeutisch gesetzt, sondern durch gemeinsames nachvollziehendes und schöpferisches Verstehen neu erzeugt.

          KlientInnen und TherapeutInnen arbeiten gemeinsam in dialogischen Prozessen an der Weiterentwicklung der Geschichten, konstruieren Lösungen und eröffnen für KlientInnen und TherapeutInnen bisher nicht genutzte Optionen und/oder entwickeln neue Handlungsmöglichkeiten. Das gemeinsame Ziel besteht in der AufLösung des Problems oder auch Problemsystems.
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          Dialogische Zusammenarbeit 2


          TherapeutInnen beziehen sich selbst in die Betrachtung mit ein, das heißt, Klientensysteme werden nicht mehr als Objektsysteme in Behandlung betrachtet, in die interveniert wird: KlientInnen und TherapeutInnen hören sich wechselseitig als Bestandteile des gemeinsamen, selbstreflexiven und multivokalen therapeutischen Systems zu und kommentieren einander.

          Durch diese Haltung ändert sich die therapeutische Sprache: sie wird zunehmend nicht-expertenhaft, vermeidet Entwertungen und wirkt, da sie die Zusammenarbeit mit den KlientInnen in den Vordergrund rückt, sozial konstruierend bzw. dialogisch und kollaborativ.

          Die therapeutische Qualifikation entwickelt sich daher weg von diagnostisch-technologischen und interventionistischen Expertentum und wandelt sich hin zum Nicht-Expertentum bzw. dem Prozessexpertentum für die kollaborative Gesprächsmoderation bzw. dialogische Zusammenarbeit: TherapeutInnen stellen einen Rahmen für Gespräche zur Verfügung, in dem Herstellung, Aufrechterhaltung und konstruktive AufLösung von therapeutischen Gesprächen möglich sind. Eine therapeutische MeisterIn ist also MeisterIn der therapeutischen Gesprächskunst, die nachvollziehendes und schöpferisches Verständigen und Verständnis, Wertschätzung für Unterschiede und neue Möglichkeiten für die Zukunft fördert.

          Als dialogisch können dementsprechend solche Beratungs- und Therapieformen angesehen werden, die die genannten vielfältigen Merkmale auf sich vereinigen und sich bemühen, in Zusammenarbeit mit ihren Klienten neue, sich selbst transformierende Lernkontexte herzustellen.
        • Geschichte

          Systemische Geschichte


          Von der Systemischen Familientherapie zu postmodernen Therapie- und Beratungsformen


          Die systemischen Beratungs- und Therapieformen haben seit ihrer Entstehung eine rasante Entwicklung durchlaufen. So war z.B. wichtigstes Kennzeichen der Klassischen Systemischen Familientherapie, dass eine Therapie nur stattfand, wenn die Familie vollständig anwesend war. Diese Forderung brachte drei Schwierigkeiten mit sich:
          • Es gibt unterschiedliche Auffassungen, was eine Familie sei, und damit Auseinandersetzungen über diesen Begriff.
          • Nicht alle Familienmitglieder waren bereit, zu allen Interviews zu kommen. Damit scheiterten Therapien oft gänzlich.
          • Der Begriff «Familientherapie» impliziert die «Krankenbehandlung des Familienkörpers mit seinen Gliedern», die durch verwandtschaftliche Beziehungen verbunden sind.
          Diese Überlegungen haben verschiedene systemische TherapeutInnen dazu veranlasst, ihre «systemische Familiensichtweise» flexibler zu handhaben und auch mit «Teilsystemen» der Familie (Paarkonstellationen oder Einzelpersonen) zusammen zu arbeiten. Damit entstand der Begriff «Systemische Therapie» (- man könnte auch von «Systemischer Familientherapie der 2. Generation» sprechen).

          Des weiteren wurde die Systemische Therapie von folgenden Therapie- und Beratungsformen beeinflusst: lösungsorientierte Kurzzeittherapie, reflektierendes Team und Praktiken und Theorien, die dem Sozialen Konstruktionismus entstammen.

          Der Schwerpunkt unserer Weiterbildung liegt auf postmodernen Therapieformen, die insbesondere dialogische Formen der Zusammenarbeit hervorheben.
      • Modell

        Modell


        Das viisa-Weiterbildungsprogramm besteht aus insgesamt 3 Kursen, die stufenweise aufeinander aufbauen.

        I. Weiterbildung zum Systemischen Berater
        Der BeraterKurs (Stufe I) setzt sich aus 14 Seminaren zusammen, die aus jeweils 25 Unterrichtsstunden bestehen - dies ergibt 350 Stunden (Grafik). Der Kurs qualifiziert zum Systemische Berater viisa/SG.
        Durch den Abschluss von BeraterKurs + vier abgeschlossene Beratungsfälle erreicht man den «Qualifizierten Systemischen Berater viisa»


        II. Weiterbildung zum Systemischen Therapeuten & Berater
        Die zweite Stufe - der MeisterKurs - setzt den Beraterkurs voraus bzw. baut auf diesem auf. Er setzt sich aus 10 Seminaren zusammen, die aus jeweils 25 Unterrichtsstunden bestehen - dies ergibt 250 Stunden (Grafik).
        Der Abschluss von BeraterKurs und MeisterKurs sowie vier abgeschlossene Beratungsfälle qualifizieren zum «Systemischen Therapeuten & Berater viisa/SG» qualifiziert (Grafik).


        III. Weiterbildung zum Systemischen Supervisor
        Wer die Weiterbildung zum «Systemischen Therapeuten/Berater» abgeschlossen hat, kann sich mit dem Konsultationskurs zum Systemischen Supervisor fortbilden. Dieser Kurs besteht aus 12 Seminaren. Zusätzlich muss jeder Teilnehmer 3 Supervisionsprozesse vorstellen, um die Weiterbildung mit der Qualifikation «Systemischer Supervisor viisa/SG» abzuschließen (Grafik).
        • Grafik
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      Am Weinberg 12
      35037 Marburg
      Tel.: ‭+49 6421 6208250‬

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